Trennung von Kirche und Staat auch in der Schule konsequent umsetzen

Zum Vorhaben der FDP/DVP-Landtagsfraktion, den islamischen Religionsunterricht in Baden-Württemberg weiter auszubauen, sagt der Landesvorsitzende der JuLis Baden-Württemberg, Emanuel Kollmann:

„Eine Einführung von islamischem Religionsunterricht, aber auch Religionsunterricht im Allgemeinen, lehnen die JuLis Baden-Württemberg ab. Seit Jahren fordern wir bereits die Abschaffung des herkömmlichen Religionsunterricht zu Gunsten eines gemeinsamen Faches für Religion und Ethik, LER ( = Lebenskunde, Ethik, Religion). Die Intention der Landtagsfraktion ist richtig, jedoch zu kurz gedacht. Islamistischen Hasspredigern muss der Nährboden entzogen werden. Dies gelingt jedoch nicht einfach dadurch, dass man nun ein weiteres Religionsfach einführt oder ausbaut. Allen Schülern soll die Möglichkeit gegeben werden, gemeinsam über verschiedene religiöse Kulturen und Werte zu diskutieren. Der Schule kommt dabei eine neutrale und moderierende Funktion zu. Sie muss alle Religionen gleichberechtigt behandeln und vermitteln und darf keine bestimmte Religion bevorzugen. Dies kann vor allem durch ein gemeinsames Fach für Religion und Ethik erreicht werden. Das Fach Ethik wird immer noch als Sonder- oder Ersatzfach behandelt. Die JuLis Baden-Württemberg fordern daher, die Trennung von Kirche und Staat auch in der Schule konsequent umzusetzen.“

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