Kontakt

Ihr Name (Pflichtfeld)

Ihre E-Mail-Adresse (Pflichtfeld)

Betreff

Ihre Nachricht

Sicherheitsabfrage (Captcha)


captcha

One Comment

  1. Helmut Röhm, Mitglied der FDP , Karlsruhe,13.07.2016
    Hinterm Zaun 16
    76228 Karlsruhe-Stupferich

    Email: helmut.roehm@web.de

    An die Junge Liberale B.-W. ,

    entgegen der von der CDU vor der Landtagswahl im Wahlversprechen bezogenen Position gegen den Ausbau des Projekts „Gemeinschaftsschule“ erlaubt die neue CDU-Kultusministerin (!) nunmehr , dass weitere Gemeinschaftsschulen eingerichtet werden können!

    Die CDU bricht damit ihr Wahlversprechen , verliert damit an Glaubwürdigkeit und handelt
    darüber hinaus höchst unverantwortlich!

    Nach sachlicher Betrachtung der zur Gemeinschaftsschule gehörenden Pädagogik, stimme ich der Forderung der JU Nordwürttemberg und Südbaden nach einem sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus der Gemeinschaftsschule voll zu.

    Äußerst bemerkenswert , ja höchst bedenklich ist die geistige Basis, auf die sich die Pädagogik für die Gemeinschaftsschule gründet. Danach gilt es als tendenziell autoritär und repressiv, wenn Schule Kinder in Klassengemeinschaften zusammenfasst und ihnen abverlangt, sich in die gemeinsame Kultur lernend hineinzufinden und obendrein dem archaischen Frontalunterricht ausgesetzt zu sein. Stattdessen redet man von “Selbstentfaltung“,als sei das Kind ein Pflänzchen, das sich in guter Umgebung von selbst entwickelt. Entsprechend schafft man in Baden-Württemberg den Klassenunterricht ab, vereinzelt die Kinder an isolierten Arbeitsplätzen und nennt dies „selbstgesteuertes Lernen“. Das ist schlicht gegen alle Erkenntnisse von Humanwissenschaften und Entwicklungs-Psychologie: Der Mensch lernt nur mit und von anderen.

    In der neuen Schulart wird der Lehrer zum “Lernbegleiter“, der Schüler hat weitgehende Freiheiten bezüglich eigener Tätigkeit , Stoffauswahl, Lernmittel , auf Leistungskontrollen sprich „Klassenarbeiten“ wird verzichtet , der Schüler bekommt keine Zeugnisnoten, wird nie “Sitzenbleiber“, die Eltern bekommen ausführliche Berichte über „Lernfortschritte“.
    All dies mag aus Schüler- und Elternsicht höchst erfreulich erscheinen. Die ernsthafte Frage allerdings bleibt: Was lernt der Schüler in dieser Gemeinschaftsschule wirklich ?

    Erfahrene Pädagogen sind bei dieser Frage mehr als skeptisch!

    Bis zur Klärung dieser Frage durch unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen ist ein weiterer Ausbau unverantwortlich!

    Welche Position beziehen die Junge Liberale zu dieser bildungspolitisch höchst
    brisanten Problematik ?

    Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar !

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Röhm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*