Grün-Rot macht Schüler zu kastrierten Versuchskaninchen

Die Gemeinschaftsschule erfreut sich großem Zulauf, die Schülerzahlen steigen. Doch nur eine geringe Prozentzahl der Schüler, die zuvor eine Gymnasialempfehlung hatten, wechseln zur Gemeinschaftsschule. Und auch die Zahl der Schüler mit Realschulempfehlung sinkt. Für starke Schüler ist diese Schulform nicht interessant.

Der Landesvorsitzende, Emanuel Kollmann, dazu:

„Man darf sich von den vermeintlichen Erfolgszahlen der Gemeinschaftsschule nicht blenden lassen. Die Propaganda der grün-roten Landesregierung von der Gemeinschaftsschule als einer ‚Schule für Alle‘ ist eine Farce. Die Regierung hat ihr gesetztes Ziel, einer gemischten Gruppe aus starken und schwachen Schülern ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen, deutlich verfehlt. Diese Mischung ist nunmehr häufiger an Realschulen vorzufinden. Die Gemeinschaftsschule ist zu einer neuen Form der Hauptschule geworden, an deren Eingang man lediglich das Türschild geändert hat. Die Realschule hingegen wurde deutlich geschwächt.“

Die Reformpläne für die Realschulen von Kultusminister Andreas Stoch stoßen bei immer mehr Schulen und Elternräten auf Protest.

Kollmann dazu:

„Die Idee, an Realschulen zusätzlich nun auch Hauptschulabschlüsse anzubieten, macht diese Schulform zu einer abgespeckten Version der Gemeinschaftsschule. Die Eile, mit der Andreas Stoch seine Pläne umsetzen will, ist unangemessen. Statt voreilig zu handeln, sollte er sich lieber auf den Dialog mit den Schulen einlassen und deren Zweifel ernst nehmen. Gute Bildung erlangt man nicht mit überstürzten Vorhaben.“

Kollmann weiter:

„Schüler in Baden-Württemberg werden unter Grün-Rot zu kastrierten Versuchskaninchen. Statt ihnen Beständigkeit zu bieten, probiert man eine Idee nach der nächsten an ihnen aus. Durch ideologisch motivierten Ausbau von Gemeinschaftsschulen zulasten anderer Schulformen werden sie in ihren Entfaltungsmöglichkeiten und Entwicklungschancen begrenzt. Die bestmögliche Erfüllung der Bedürfnisse der Schüler kann nur gewährleistet werden, wenn jede Schulform gleichermaßen politisch unterstützt und Wettbewerb im Schulsystem zugelassen wird. Eine einseitige Förderung bewirkt nur das Gegenteil. Ständige Reformen und Umstrukturierungen lassen die Schulen in völliger Unsicherheit zurück.“

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