Die Zukunft ist bunt

Die ablehnende Haltung des baden-württembergischen CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016, Guido Wolf, gegenüber des Adoptionsrechts für homosexuelle Paare, trifft bei den Jungen Liberalen Baden-Württemberg auf absolutes Unverständnis.

Der Landesvorsitzende, Emanuel Kollmann, dazu:

„Die Aussagen von Guido Wolf sind absolut untragbar und an Vermessenheit kaum zu überbieten. Das Wohl des Kindes ermisst sich nicht nach dem Geschlecht seiner beiden Elternteile. Guido Wolf zeigt hier sein wahres erzkonservatives Gesicht. Er gibt sich als heroischer Anwalt der Heterosexuellen und versucht seine Partei zurück in die verklemmten Zeiten des scheinheiligen Konservatismus zu führen. Dass aus biologischer Sicht nur Mann und Frau ein Kind zeugen können, heißt doch nicht, dass sich ausschließlich auch nur Mann und Frau um ein Kind kümmern dürfen. Guido Wolf spricht homosexuellen Paaren damit das Recht ab, liebevoll und fürsorglich für ihr Kind sorgen zu können. Damit macht man keine Politik der Mitte, sondern eine Politik im Abseits.“

Kollmann weiter:

„Wir Junge Liberale wollen gleiche Chancen und Bedingungen für alle, unabhängig ihrer sexuellen Orientierung. Wir setzen uns deshalb für die rechtliche Gleichstellung sowie das Adoptionsrecht für homosexuelle Menschen ein. Diskriminierungen und Vorurteile müssen abgebaut werden. Für uns ist Familie dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen. Diese Verantwortung kann sich in sehr vielen unterschiedlichen und eben auch bunten Facetten äußern. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte. Wir wollen nicht zurück in eine Gesellschaft der Saubermänner, die Wasser predigen, aber Wein trinken. Wir wollen eine Gesellschaft der Chancen, in der individuelle Lebensentwürfe zählen und nicht eine generelle Bevormundung. Wir wollen eine Gesellschaft, die Toleranz lebt und nicht die Angepasstheit.“

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