Deutschland als Vorbild für Asylpolitik in Europa

Am vergangenen Wochenende berieten die Jungen Liberalen Baden-Württemberg auf ihrem Landeskongress in Tuttlingen ein Konzept zur Verbesserung der Asylpolitik.

Der Landesvorsitzende, Emanuel Kollmann:

„Flüchtlinge, die nach Europa kommen, tun dies meist auf komplizierten Wegen. Wir fordern eine Verteilung der Flüchtlinge in Europa nach dem Vorbild des Königsteiner Schlüssels. Das heißt, Flüchtlinge sind nicht mehr dazu verpflichtet, ihren Asylantrag in dem Land ihrer Ankunft stellen zu müssen. Sie sollen Anträge auf EU-Ebene stellen können. Sprachkenntnisse, die Existenz von bereits im Land lebenden Angehörigen und der Wunsch der Asylbewerber sollen dabei berücksichtigt werden.

Asylbewerber sollen ab dem ersten Tag in Deutschland arbeiten dürfen. Das Arbeitsverbot führt nur dazu, dass sie unbeschäftigt in ihren Flüchtlingsunterkünften sitzen. Aus dem gleichen Grund wollen wir auch die Abschaffung der Residenzpflicht.“

Um zukünftig Tragödien im Mittelmeer zu vermeiden, setzen die JuLis auf das Konzept eines humanitären Visums. Kollmann dazu:

„Es darf nicht mehr sein, dass die EU Flüchtlinge dazu zwingt, auf illegalen Wegen Schutz zu suchen und sie so in die Hände der Schlepperbanden im Mittelmeer treibt. Wir fordern daher die Einführung eines humanitären Visums, das Flüchtlinge direkt in den Botschaften in Nordafrika beantragen können und ihnen zunächst erlaubt auf legalem Wege in die EU zu reisen, wo sie dann in das Asylverfahren übernommen werden.“

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